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Offshore-Windparks


Der "Boom" von Offshore-Windparks

Offshore-Windparks sind aktuell einer der wichtigsten Wachstumsmotor der globalen Energiewende. Dass sie massiv „im Trend“ liegen, hat handfeste physikalische und wirtschaftliche Gründe:

  • Konstantere Windverhältnisse: Auf offener See weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als an Land (Onshore). Das sorgt für eine hohe Anzahl an Volllaststunden und macht die Energieproduktion planbarer.
  • Enorme Leistung: Durch den fehlenden Platzmangel und weniger ästhetische Einschränkungen können weitaus größere Turbinen verbaut werden. Moderne Anlagen erreichen heute Nennleistungen von über 15 MW pro Rad.
  • Flächenverfügbarkeit: An Land (Onshore) stoßen Projekte oft auf begrenzten Raum oder Widerstand in der Bevölkerung. Das Meer bietet, trotz strenger Naturschutzauflagen, weite Flächen für großskalige Industrieprojekte.

Die Schattenseite des Baus: Lärmbelastung unter Wasser

Trotz der grünen Energiebilanz ist die Errichtung der Anlagen, insbesondere die Fundamentierung, ein massiver Eingriff in das marine Ökosystem.

Die Problematik des Rammvorgangs

Die meisten Anlagen werden mittelsImpulsrammung im Boden verankert. Dabei schlägt ein hydraulischer Bär auf die Stahlpfähle (Monopiles) ein. Da Wasser Schall viel schneller und viel effizienter leitet als Luft, breiten sich diese extrem lauten Schallwellen über kilometerweite Distanzen aus.

Ökologische Schäden

  • Schweinswale und Meeressäuger: Diese Tiere nutzen Echoortung zur Orientierung und Jagd. Der extreme Lärm kann zu temporären oder permanenten Hörschäden (Threshold Shifts) führen, die Orientierungslosigkeit oder sogar den Tod zur Folge haben.
  • Fische: Druckwellen können die Schwimmblase schädigen oder das Verhalten (Fluchtinstinkt) massiv stören, was Laichgründe gefährdet.

Messtechnik als Lösung

Um diese Schäden zu minimieren, ist der Einsatz moderner hydroakustischer Messtechnik heute gesetzlich vorgeschrieben. Sensoren und Hydrophone überwachen während der Bauphase permanent den Schallpegel.

Diese Daten ermöglichen es, die Intensität der Rammschläge in Echtzeit anzupassen oder Schallschutzsysteme wie den Großen Blasenschleier (ein Vorhang aus aufsteigenden Luftblasen, der den Schall bricht) optimal zu steuern. Die Messtechnik dient somit als Frühwarnsystem: Wird ein Grenzwert überschritten, muss die Arbeit unterbrochen werden, bis die marinen Bewohner den Gefahrenbereich sicher verlassen haben.

Da hier extrem präzise und schnelle Messdatenerfassungssysteme für transienten Messereignisse benötigt werden, ist der LTT24 das ideale Messgerät. Erfahren Sie weiter unten mehr in unserem Anwendungsbericht zum Bau von Offshore-Windparks.

Solarzellen

  • Mit dem LTT24 gelingt auch eine effiziente Leistungskenndatenmessung an Solarzellen

Ein passender Anwendungsbericht:

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